Geschichten vom Missionsfeld

Juli 2026

Kuba: Mehr als ein Spiel

Wie Sport Leben verändert

Während die Fußballwelt auf die großen Stadien schaut, werden auf den Sportplätzen Kubas ganz andere Geschichten geschrieben. Hier geht es nicht um Pokale oder Titel. Hier erleben Kinder und Jugendliche Gemeinschaft und entdecken den Glauben an Jesus. Drei Geschichten zeigen, wie aus einem Ballspiel ein neuer Lebensweg werden kann.

Etliche unserer Partnergemeinden in Kuba bieten Sportprogramme und Kinder-Bibel-Clubs an. Die Angebote der Iglesia Bautista Santo Suarez (IBSS – Baptistengemeinde Santo Suarez) in Havanna besuchen jeden Monat etwa 300 Kinder und Jugendliche. Ob Fußball, Basketball, Volleyball oder Baseball – jedes Training beginnt mit einer kurzen Andacht. In den Mannschaften entstehen Freundschaften. Aus Begegnungen wachsen Beziehungen. Und manchmal verändert ein einfacher Nachmittag auf dem Sportplatz ein ganzes Leben, so wie bei Juan*:

Als der Fußball zum Wendepunkt wurde

Der 15-Jährige erzählt: „Ich gehörte der Yoruba-Religion an, obwohl das eher kulturell und nicht persönlich gemeint war. Damals verbrachte ich die meiste Zeit mit meinen Freunden auf der Straße und habe viel Mist gebaut. Das machte meine Mutter traurig. Ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut und litt unter Depressionen. Meine Großmutter, die Christin ist, sprach mit mir immer über Gott und die Bibel, obwohl ich ihr nicht viel Aufmerksamkeit schenkte.

Eines Tages erzählte mir meine Großmutter von einer Ballmannschaft in der Kirche, und ich meldete mich beim Trainer an. Nach und nach hörte ich bei den Andachten zu und lernte Jesus kennen. Eines Tages nahm ich dann in einem Jugendgottesdienst Christus als meinen Herrn und Retter an und ließ mich taufen. Ich sehe Tag für Tag, wie meine Gebete erhört werden und wie Gott in meinem Leben wirkt und mich in meiner Schwäche stark macht.“

Juan ist nicht der Einzige. Immer wieder erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass Kinder zunächst wegen des Sports kommen – und dort einen Ort finden, an dem sie sich angenommen und sicher fühlen. Das öffnet ihre Herzen für die Botschaft des Evangeliums.

Neues Leben auf dem Basketballplatz

Die 15-jährige Estrella* erzählt, was ihr die Basketballgruppe bedeutet: „Mit 14 Jahren durchlief ich eine schwierige Phase in meinem Leben. Vor allem, weil mein älterer Bruder nicht mehr da war, weil er in die USA ausgewandert war. Meine Eltern und mein Bruder waren Christen, aber ich habe mich immer gegen alles gewehrt, was mit der Kirche zu tun hatte.

Alles begann auf dem Sportplatz. Eines Tages ging ich zum Basketballspielen und es gefiel mir sehr. Ich hörte den Andachten zu und fühlte mich glücklich, und etwas in mir wurde lebendig. An einem Sonntag bat ich meine Eltern, mich zum Gottesdienst mitzunehmen. Dann nahm ich an einer Jugendwoche teil. Ich übergab mein Leben Christus.

Meine Beziehung zu Gott wächst weiter. Was ich früher abgelehnt habe, wurde zu einem Grund weiterzuleben, trotz aller Schwierigkeiten. Jetzt bringe ich meine Freundinnen zum Basketball, damit sie Gott kennenlernen, und es macht mich sehr glücklich zu sehen, wie auch in ihnen der Glaube an Jesus wächst.“

Kinder-Bibel-Clubs: Mutig wie David

Die Sportgruppen sind oft der erste Kontakt zu einer Gemeinde. Ein weiterer evangelistischer Arbeitszweig der Kirchen ist eng mit der Sportarbeit verknüpft: Die Kinder-Bibel-Clubs. Manchmal finden sie auf der Straße statt, manchmal in der Gemeinde. Für alle Altersgruppen gibt es Angebote. Bei der IBSS gibt es auch eine Kinderstunde für Vorschulkinder zwischen zwei und fünf Jahren, die „Arbolitos de Fe” (Glaubensbäumchen).

Die Mädchen und Jungen hören Bibelgeschichten, singen gemeinsam und haben Zeit für Spiel und Spaß. Auch die Familien der Kleinkinder sind im Blick des Dienstes. Wenn es für die Kleinen Zeit ist, in Grundschule zu wechseln, gibt es eine kleine Abschlussfeier.

Auch Raúl* war dabei. Für ihn war es traurig, nun in eine andere Gruppe zu wechseln, aber er freute sich auch auf den neuen Lebensabschnitt. Angst hatte er nicht. Raúl sagte „Ich bin mutig wie David“. Auch sein Vater ist dankbar, dass er über die Arbolitos de Fe zum Glauben gefunden hat: Das Mitarbeiterteam beantwortete seine Fragen, hörte zu und lud ihn in die Nachfolge ein. Schließlich ließ der Vater sich taufen: „Ich danke Gott für dieses wunderbare Projekt und für die Menschen, die es mir möglich machten, Teil dieser wunderbaren Familie zu sein!“

Vom Sportplatz zum Glauben: Jetzt spenden

Ob auf dem Fußballplatz, beim Basketball oder im Kinder-Bibel-Club – immer wieder beginnt Veränderung mit einer einfachen Einladung. Kinder erleben Gemeinschaft. Jugendliche finden neuen Halt. Eltern entdecken den Glauben. Aus einem Training wird manchmal eine Lebensgeschichte mit Jesus.

Die Gemeinden in Kuba sehen alle Altersgruppen und nehmen die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen, denen sie dienen, ernst. Diese ganzheitliche Verkündigung des Evangeliums beinhaltet beispielsweise auch Mahlzeiten für Senioren, Gebet und seelsorgerliche Begleitung und Freizeiten.

Eine Spende für die Gemeindearbeit in Kuba fördert all das – und ermöglicht, dass Kinder und Jugendliche wie Raúl, Estrella oder Juan und ihre Eltern Jesus Christus kennenlernen.

Hier für die Gemeindearbeit in Kuba spenden!

 

*Namen geändert