Geschichten vom Missionsfeld

Juli 2021








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Hier bin ich, sende mich!

30 Jahre Missionsarbeit in Patagonien

Stundenlange Fahrten über holprige Straßen durch Steinwüsten in menschenleeren Gegenden. Fünf neue Gemeinden gegründet. „Nebenbei“ gearbeitet und Geld für das tägliche Brot verdient. Gott großartig erlebt und immer wieder Bestätigungen für ihre Berufung erhalten. Das ist die Geschichte von Mimi und Pedro Boretsky.

Vor 30 Jahren hörten sie den eindeutigen Ruf von Gott in die Mission. Sie gaben alles auf, packten ihre Sachen in den Wagen und fuhren mit ihren beiden Töchtern einfach los, ohne das Ziel zu kennen, das Gott für sie vorbereitet hatte. Nach drei Tagen, 2.000 km weiter, erreichten sie Esquel, eine Kleinstadt in den Andenausläufern im Westen Argentiniens. Dort gab es keine Baptistengemeinde – also blieben sie und begannen dort mit ihrer Missionsarbeit.

Sie erlebten, dass Gott sie immer wieder überraschte. Sie fanden ein Haus mit genügend Platz für die kleine entstehende Gemeinde. Boretskys träumten „groß“, dafür kauften sie zwei Grundstücke. Hier sollte ein Bildungszentrum mit großen Schulungsräumen für den Bibelunterricht entstehen und sogar eine christliche Schule hätte Platz. Und für die langen harten Winter wäre eine Sporthalle optimal, um durch Sport evangelisieren zu können.

Inmitten dieser Träume fühlten sich Boretskys mehr und mehr von Gott in das Landesinnere „geschoben“. Dort leben Nachkommen der indigenen Mapuche – in großer Armut und wenig Bildungsmöglichkeiten. Und so kam es, dass sie, bevor das Missionswerk in Esquel eine Gemeinde wurde, bereits fünf Missionsstationen in den Dörfern und Städten rund um Esquel (100, 150, 200 und 400 km entfernt) gegründet hatten. Auf den langen Fahrten über Steinpisten haben sie nicht weniger als fünf Familienfahrzeuge „zu Schrott gefahren“. Ohne um Hilfe zu bitten, öffnete Gott die Herzen von Freunden und Gemeinden, die ihnen Ersatzfahrzeuge schenkten. Nach einigen Jahren kam die Hilfe von EBM INTERNATIONAL dazu. Boretskys erhielten nicht nur finanzielle Hilfe für die Missionsarbeit, sondern auch seelsorgerische Begleitung, die sie zuvor in ihrem Dienst nie hatten.

Heute hat jedes Missionsprojekt in Patagonien seine eigenen kleinen Gemeinderäume mit minimalen Einrichtungen, um seine Aktivitäten durchzuführen. In einigen gibt es bereits Missionshäuser, in anderen werden sie gerade gebaut. Erst in den letzten Jahren vor ihrer Pensionierung konnten Boretskys ihre Erwerbsarbeit als Möbeltransporteure aufgeben. Sie sind sehr dankbar, dass EBM INTERNATIONAL die Kosten für ihren Lebensunterhalt und ihr Fahrzeug decken. Zudem ist jetzt auch die kleine Gemeinde in Esquel fähig, ihre Missionare finanziell zum Teil mitzutragen.

Pedro erzählt: „Wir sind jetzt schon fast 70. 30 Jahre sind seit diesem “verrückten Abenteuer” vergangen. Die Kräfte sind nicht die gleichen… aber die Begeisterung für die Einsätze in dieser Gegend Patagoniens bleibt! Und wir verlieren die Hoffnung nicht, dass unser Traum vom Bildungszentrum in Esquel noch wahr wird! Wenn wir die Zeit zurückdrehen könnten, würden wir keinen Augenblick zögern, unser Leben wieder in diese Sache zu investieren … und dem Herrn noch einmal sagen: Hier bin ich, sende mich!

Diese Missionsarbeit ist ein Beispiel für die 80 vielfältigen Projekte im Bereich der Gemeindeentwicklung auf der ganzen Welt. Zu Erntedank sammeln wir für diesen Arbeitsbereich, der jährlich mit 450.000 Euro gefördert wird: www.ebm-international.org/erntedank

Gabi Neubauer

 

 

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