Geschichten vom Missionsfeld

April 2021

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Nordkamerun – eine vergessene Region

Die Region „Extrême-Nord“ Kameruns gehört zu einer der ärmsten Gebiete der Welt. Sie grenzt an Nigeria und den Tschad. Auch der Niger ist nur einige Kilometer entfernt. Der Tschadsee ist die Lebensader in der Region, die seit vielen Jahren an den Folgen des Klimawandels leidet. Der Vergleich von Satellitenbildern aus unterschiedlichen Jahren zeigt den dramatischen Rückgang des Sees. Außerdem bedroht der Terror von Boko-Haram die Bevölkerung. Die Feindseligkeit der Sekte gegenüber Bildung, dem gemäßigten Islam und dem Christentum machen den Menschen das Leben oft unmöglich.

In Minawao befindet sich eines der größten Flüchtlingslager der Welt. 67.000 Menschen leben hier auf engstem Raum. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass allein in diesem Vierländereck 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Viele von ihnen sind Binnenflüchtlinge. Wir können uns kaum vorstellen, welche verheerenden zusätzlichen Folgen die Corona-Pandemie für die Versorgung der Menschen mit sich bringt.

Die vielen Projekte, die EBM INTERNATIONAL in der Region unterstützt, sind Leuchttürme in einer der größten humanitären Krisenregion unserer Zeit. Drei Schulen in Dagaï, Gamboura und Mokolo leisten einen Bildungsauftrag, der Kinder und Jugendlichen Zukunft gibt. Darüber hinaus sind es sichere Orte für unzählige gefährdete Kinder. Der Direktor Godjai Ngoba aus Mokolo hat vor wenigen Wochen berichtet, das allein in Mokolo aktuell 500 Kinder unterrichtet werden und zum großen Teil am Ende der Schullaufbahn ihr Abitur machen. Die Unterstützung von EBM INTERNATIONAL bewirkt an dieser Stelle konkret, das 22 Kinder unterrichtet und beherbergt werden, die vor dem Terror geflohen sind. Einige davon sind Waisen, deren Eltern der Sekte zum Opfer gefallen sind. Die Schule ist ein Zeichen der Liebe Gottes für die Menschen dort – ein Ort, an dem viele Kinder Jesus kennenlernen.

Neben den Bildungsinitiativen leistet das Projekt „Sahel Vert“ von EBM INTERNATIONAL seit Jahrzehnten einen Beitrag, um das Fortschreiten der Sahelzone zu bekämpfen. Mit dem Jahr 2021 verstärken wir dieses Engagement um ein Vielfaches: Der neue Projektleiter Jonathan Woulkam hat bereits angefangen, das Projekt von Dagaï aus in zwölf andere Dörfer der Region zu multiplizieren. In den Baptistenkirchen der Orte werden Menschen darin geschult, Bäume zu pflanzen, um so die Erosion des Bodens und das Absinken des Grundwasserspiegels zu verhindern. Im Lauf des Jahres sollen mehrere zehntausend Bäume gepflanzt werden. „Sahel Vert“ reiht sich damit ein in das Anliegen der sogenannten Great Green Wall (Große Grüne Wand), die einen Gürtel von Bäumen quer durch den afrikanischen Kontinent ziehen soll.

 

 

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