Herausforderungen in Zeiten von Corona - Geschichten vom Missionsfeld

Mai 2020

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Ermutigung und Herausforderung liegen nah beieinander

Immer wieder erreichen uns in diesen Tagen Berichte, Zeugnisse, Gebetsanliegen, Projektanträge oder kurze Informationen aus den vielen Projekten, die wir unterstützen. Die Spannung ist in vielen der Zeilen deutlich zu spüren: Das Leid und die Herausforderungen sind an vielen Orten fast erdrückend. Gleichzeitig erleben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch auch, wie Gott handelt und eingreift. Im Folgenden geben wir kurze Einblicke in sechs verschiedene Länder und beginnen mit Berichten von Regina Claas und Carlos Waldow, die sehr eng mit vielen Gemeinden in Deutschland verbunden sind.

Regina Claas schreibt, wie hart die Situation viele Menschen in Südafrika trifft. In den Medien kursierten Bilder aus der Gegend von Centurion – zwischen Johannesburg und Pretoria – wo tausende Menschen kilometerlang anstehen, um Nahrungsmittel zu erhalten. Die Gemeinde in Mamelodi (im Osten von Pretoria) hat nun zusätzlich zu den über 50 Menschen, die in der Gemeinde ein Dach über dem Kopf gefunden haben, damit begonnen, ungefähr 250 Menschen täglich mit einer Mahlzeit zu versorgen und zusätzlich Lebensmittelpakete in ihrem Umfeld zu verteilen.

Auch die Gemeindegründungsarbeit auf Kuba hat sich jetzt stark verändert, seitdem keine Gottesdienste stattfinden können. Viele Pastoren halten Kontakt zu den Gemeindemitgliedern durch Telefonate, WhatsApp oder Besuche, ohne die Häuser zu betreten. Größere Gemeinden, wie die von Daniel González, konnten wie wir in Deutschland gute Onlineangebote entwickeln. Besonders ermutigend ist eine Aktion der Gemeinde unseres Missionars Karrell Lescaille. Er leitet mit der Hilfe von EBM INTERNATIONAL die Agentur „Kubaner für die Nationen“, die Menschen für Missionseinsätze in Mittelamerika findet, ausbildet und aussendet. In seiner Gemeinde wurden Mundschutzmasken genäht, auf denen ein Bibelvers steht. Carlos Waldow schreibt dazu: „Ich werde immer wieder von unseren Geschwistern auf Kuba inspiriert und lerne dabei, keine Chance zu verpassen, unseren Glauben an Jesus Christus mit anderen zu teilen.“

Kleinere Gemeinden in der Türkei leiden besonders unter den Einschränkungen, sich nicht treffen zu können. Pastor Sükrü aus Adana erzählt davon, wie sie einige Menschen unter Wahrung der Abstandsregeln von Haus zu Haus besucht haben. Einige Flüchtlinge aus dem Iran konnten dabei mit Nahrungsmittelpaketen versorgt werden. Sie haben in der Krise zuerst ihre Arbeit verloren und nun keine Möglichkeiten mehr Einkünfte zu erzielen.

Unsere Projektpartner von Jesus Loves Ministries und Alma in Andra Pradesh in Indien arbeiten an unterschiedlichen Stellen mit benachteiligten Gruppen. Samarparna Kumar und Rufus Kamalakar erzählen davon, dass viele dieser Menschen ein Einkommen durch Früchte und Wurzeln erzielen, die sie im Wald suchen, teilweise trocknen und verkaufen. Durch die Ausgangsbeschränkungen ist dies in den vergangenen Wochen nicht möglich gewesen. Aktuell haben bereits viele hundert Menschen in beiden Projekten Hilfe durch Nahrungsmittelspenden erhalten. Aktuell liegen uns noch mehr Projektanträge vor, um weitere 700 Familien mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen. In den vergangenen Jahren sind viele Gemeinden in diesen Dörfern entstanden und die Menschen erleben durch unsere Hilfe in den Krisen, dass Gott sie nicht vergessen hat. Staatliche Hilfe kommt bislang an diesen Stellen nicht an.

Sara Marcos schreibt in ihrem letzten Gebetsrundbrief aus Mosambik, dass das Team des Sozialzentrums weiter die Liebe Gottes zu den Menschen bringen will. In dieser Krise geschieht das besonders durch regelmäßige Besuche bei den Kindern und Familien, die sonst ins Zentrum kommen. In Fünfergruppen kommt das Team zur Arbeit, um die Sicherheitsregeln zu befolgen. Neben der Ausgabe von Nahrungsmitteln in den Dörfern betet das Team in dieser Situation viel gemeinsam und hat angefangen Schutzmasken zu nähen. Ein besonderes Gebetsanliegen sind die Kinder, die von chronischen Erkrankungen wie Tuberkulose betroffen oder HIV-positiv sind. Sie müssen besonders vor dem Sars-CoV-2-Virus geschützt werden.

Eine fröhliche Nachricht zum Schluss: Am letzten Tag vor der Kontaktsperre in Argentinien konnten in der neu gegründeten Gemeinde, die zum Sozialzentrum in 12 de Mayo bei Mendoza gehört, noch die ersten Taufen stattfinden. So kamen fünf junge Menschen neu zur Gemeinde hinzu, die von Pastor Alberto und seiner Frau geleitet wird. Eine große Ermutigung für die Gemeinde und das Pastorenehepaar. Es ist ein Gebetsanliegen, dass sie in dieser Zeit besonders Gottes Gegenwart erleben und getröstet bleiben.