GESCHICHTEN VOM MISSIONSFELD

September 2017

ZUM PROJEKT

ARGENTINIEN

Einwohner: 44 Millionen
Mitgliedsunion: AGA (Asociacion De Iglesias Bautistas Germano-Argentinas)

Arbeitsbereiche
Gefährdete Kinder | 26
Gemeindeentwicklung | 8                Kompetenzförderung | 1

EINE ANLAUFSTELLE FÜR HILFSBEDÜRFTIGE

Auf einem ehemaligen Drogenumschlagplatz in einem Armenviertel von Mendoza/ Argentinien spielen jetzt fröhliche „PEPE-Vorschul-Kinder“. Zuvor musste das neu gekaufte Grundstück noch von Utensilien befreit werden, die für spiritistische Sitzungen und okkulte Praktiken verwendet wurden. Und auch geistlich wurde durch Gebete eine Säuberung vorgenommen.

Dieses neue Grundstück neben dem Sozialzentrum ist eine Gebetserhörung. Endlich können verschiedene Gruppen den Platz für ihre Aktivitäten nutzen. Das Sozialzentrum steht am Rande von Mendoza, in dem Viertel „12 de Mayo“, in einem sozialen und geistlichen Brennpunkt inmitten von Armut, Kriminalität, Drogenhandel und auch geistlicher Not. In 15 Projekten wird Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Hilfe angeboten. Täglich gibt es für rund 300 Kinder eine Armenspeisung. Gerade in letzter Zeit kamen viele Jungen aus dem Drogenmilieu, die durch die Arbeit des Sozialzentrums auch aus ihrem kriminellen Umfeld befreit wurden. Immer mehr Menschen kommen zum Glauben.

Eine Beispielgeschichte: Eine Mutter kam mit ihren Kindern ins Sozialzentrum und schilderte dort ihre Not: „Wir leben ohne Dach über dem Kopf; ohne Schutz auf der Straße. Meine Kinder haben weder Jacken, noch Socken oder Schuhe. Mein 10-Monate altes Baby ist unterernährt. Bitte helft mir!“ Sofort wurde ihr geholfen: Eines der Kinder wurde im MANNA-Programm aufgenommen, wo es tagsüber von einer liebevollen Familie aus der Gemeinde betreut und versorgt wird. Martina, 6 J., geht jetzt in die PEPE-Vorschule. Mit zwei Jahren war sie von ihrem Cousin so schwer verletzt worden, dass die Auswirkungen davon tiefe Spuren hinterlassen haben. Seit sie im Sozialzentrum ist, hat sich bei ihr sehr viel verändert und gebessert. Die Ortsgemeinde besorgte für die Familie ein Quartier, Kleidung und Nahrung.

Oft sind die Mütter so hilflos und brauchen Rat auch für den alltäglichen Umgang mit ihren Kindern. Häufig müssen sie arbeiten und können sich kaum uns sie kümmern.

Die Mitarbeiter im Sozialzentrum sind froh, dass ihre sozialen Hilfsangebote eng an die Ortsgemeinde angeschlossen sind. Sie staunen und sind dankbar darüber, was Gottes Liebe, Kraft und Allmacht durch ihr Engagement in Mendoza bewirkt.

EBM INTERNATIONAL unterstützt diese Arbeit, die sehr am Wachsen ist, schon seit vielen Jahren. Das konnten und können wir nur mit Hilfe von vielen Spendern schaffen. Vielen Dank, für jede Spende und für jedes Gebet!

Pastor Carlos Waldow
Missionssekretär für Lateinamerika