HUNGERBEKÄMPFUNG

IN VUYYURU

DÖRFER

BÄUERINNEN

TSD. EURO BUDGET

Spenden: 11.000,- €
Projektnummer: 81205










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INDIEN

Einwohner: 1,3 Milliarden
Mitgliedsunion: 16 Partner

Arbeitsbereiche
Gefährdete Kinder | 14
Gemeindeentwicklung | 8
Kompetenzförderung | 20
Humanitäre Arbeit | 5
Gesundheitsfürsorge | 10

PROJEKTBESCHREIBUNG

In Indien nehmen sich jedes Jahr ca. 15.000 Bauern das Leben, weil sie aus der Schuldenfalle der großen Saatgut- und Düngemittellieferanten nicht mehr herauskommen. Dagegen unternahm unser Partner, das „CBM Bethel Hospital“ (baptistisches Krankenhaus), in Indien etwas und rief 2012 das Hungerbekämpfungsprogramm in Vuyyuru ins Leben. Hierbei wurden 540 Bäuerinnen und Bauern aus unterschiedlichen Dörfern von Agrar-Ingenieuren geschult, keine Pestizide und keinen Kunstdünger mehr zu benutzen, sondern organischen Dünger. Außerdem erhielten sie Schulungen im Anbau neuer Produkte sowie im Marketing ihrer Ernte. Zudem lernten sie, die kleinen Grundstücksflächen neben ihren Häusern und Hütten für sogenannte „kitchengardens“ (Nutzgärten) zu nutzen.

450 Bäuerinnen sind nach fünf Jahren noch dabei und erbringen eine sehr gute biologische Ernte von Reis, Hirse, Linsen und Ingwer. Diese ist nicht nur gesund, sondern auch sehr beliebt auf dem Markt. Zudem erzielen sie mehr Einkommen als früher. Angeregt durch die Schulungen haben über 80% der Frauen neben ihren Häusern Nutzgärten für den Anbau von Kürbissen, Gurken, Tomaten, Auberginen, Gelbwurz, Bohnen, Papayas, Guyaven u.v.m. angelegt. Dadurch können sie ihren Eigenbedarf gut abdecken und erhalten eine abwechslungsreiche und gesunde Nahrung. Nachweislich ist die Anzahl der Krankheiten in diesen Dörfern deutlich zurückgegangen und auch die Kinder werden ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt.

Das durchschnittliche Netto-Einkommen der Familien durch den Verkauf ihrer Ernte beträgt ca. 27.000 Rupien (ca. 375 EURO) pro Monat. Mit diesem Verdienst können sie gut leben. Vor Jahren gründeten 18 Dörfer eine gemeinsame Kooperative. Seitdem zahlen die Bauern-Familien jeden Monat 100 Rupien in ein gemeinsames Konto ein. Mit diesem Geld vergeben sie dann kleine Kredite an arme Familien für z. B. medizinische Behandlungen und Schulmaterialien. Insgesamt wurden bereits 1.000.000 Rupien (ca. 13.800 EURO) zusammengespart.

Ein nachhaltiges Projekt, das vielen Menschen aus der Schuldenfalle hilft, Hungersnot bekämpft und langfristig für eine gesunde Ernährung und ein festes Einkommen sorgt.